Mit dem Berger-Sörensen-Preis werden herausragende Projekte der Musikvermittlung in Deutschland ausgezeichnet. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben. 

Die Deutsche Orchester-Stiftung vergibt 2025 zum zweiten Mal den mit 2.000 Euro dotierten Berger-Sörensen-Preis für Musikvermittlung. Erste Preisträgerin war 2023 die Musikerin, Konzert- und Musiktheaterpädagogin Kathrin Bonke. Sie wurde für Ihr Programm Wirbel.Wind.Konzerte ausgezeichnet. Mit dem Preis wird ein zentrales Anliegen der Stiftung, den musikalischen

Nachwuchs in Deutschland durch Finanzierung von Projekten der instrumentalen und vokalen Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern, weiter gestärkt. Wie bei der Projektförderung stehen neben der künstlerischen und pädagogischen Qualität Aspekte der Nachhaltigkeit und der Vorbildfunktion im Mittelpunkt.


Preisträgerin 2025

© Olaf Malzahn

Taschenoper Lübeck

Die Taschenoper Lübeck hat sich in vielfältigen Formaten dem Musiktheater für Kinder und Jugendliche verschrieben. Besonders erfolgreich ist seit 2011 das Programm "Opernbaustelle". In diesem einzigartigen Mitmach-Projekt entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene Kurzopern – aus klassischen Opernfragmenten, mit eigenen Dialogen, Szenen und Inszenierungen. Und das alles an nur einem Vormittag! Die Ergebnisse werden gefilmt, von einer Jury bewertet und beim großen Jahresfinale als Trailer oder live gezeigt und ausgezeichnet. Das mehrfach prämierte Projekt (unter anderem nominiert für den Junge Ohren Preis und Teil des Education-Programms der Berliner Philharmoniker) macht klassische Musik erlebbar, kreativ und nahbar. Auch künstlerisch überzeugt die Taschenoper mit Auftritten bei renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, den Innsbrucker Tagen der Alten Musik, dem Rheingau Musik Festival und den Dresdner Musikfestspielen.


Der Stifter

Dr. Hanko Berger

Dr. Hanko Berger ist im Jahr 2020 während der Pandemie auf die Deutsche Orchester-Stiftung aufmerksam geworden. Zusammen mit dem Geschäftsführer der DO-S, Andreas Bausdorf, hat er die Idee entwickelt, das Preisgeld Initiativen zukommen zu lassen, die Menschen für Musik begeistern und zur Musik führen.

„Nach dem Tod meiner Tante im Jahr 2019 wollte ich in ihrem Gedenken und im Sinne des Ehepaares Sörensen etwas für die Musik leisten. Meine Tante Ursula Sörensen, geborene Berger, hat bis über ihr 80. Lebensjahr hinaus begeistert als Violinistin in einem Orchester in Celle gespielt. Ihr Ehemann Adolf Sörensen, der bereits 2005 verstorben ist, war ein bekannter Kirchenmusikdirektor im Bereich Celle und Hannover.“

Dr. Hanko Berger ist selbst ein begeisterter Musikliebhaber aller Musikrichtungen. Seine Söhne spielen diverse Instrumente.